Tischkultur · Raclette & Fondue · Cheese Night
Die Kartoffeln sind noch warm, jemand schneidet das Brot und auf dem Tisch steht bereits die erste offene Flasche. Aus der Küche kommt die Frage, ob es noch mehr Cornichons braucht. Natürlich braucht es noch mehr Cornichons.
Es gibt Einladungen, für die man lange plant. Und es gibt Käseabende. Ein paar Lieblingsmenschen, etwas Gutes im Glas und ein Essen, bei dem niemand ständig in die Küche verschwinden muss. Ob Raclette, Fondue oder eine grosszügige Käseplatte: In der Schweiz braucht dieser Plan kaum eine Erklärung. Ein bisschen Aufmerksamkeit für den Tisch verdient er trotzdem.
Denn zwischen Caquelon und Brotkorb bleibt Platz für kleine Dinge, die den Abend besonders machen.
Ein Tisch, der Lust aufs Bleiben macht
Am schönsten wirkt ein Käseabend, wenn nicht alles nach Motto aussieht. Eine schlichte Tischdecke, die Teller, die du sowieso gerne benutzt, und kleine Schalen für alles, was herumgereicht wird. Dazu ein oder zwei verspielte Details. Mehr braucht es nicht.
Die Cheese-Servietten von Piecework passen genau hierhin. Die vier kleinen Cocktailservietten aus Leinen zeigen Brie, Emmentaler, Manchego und Blauschimmelkäse, mit Baumwollgarn bestickt. Unter dem Apéroglas oder neben der Käseplatte greifen sie auf, worum sich der Abend ohnehin dreht. Kleine textile Käseporträts, die man am liebsten jedem Platz einzeln zuordnen möchte.
Und dann stehen da noch zwei Käsestücke, die gar nicht zum Essen gedacht sind: die Salz- und Pfefferstreuer von &k Amsterdam. Das handbemalte Porzellan bringt genau die richtige Portion Humor zwischen Kartoffeln und Pickles. Beim Raclette wandert der Pfeffer weiter zum nächsten Platz; das Salz bleibt für die Beilagen griffbereit. Ein kleines Detail, das zum Tischgespräch werden kann, ohne sich in den Vordergrund zu drängen.
Heute Käseplatte. Oder doch Raclette?
Für einen unkomplizierten Käseabend ist eine Käseplatte ein guter Anfang: etwas Weiches, etwas Würziges und etwas, das nicht alle schon kennen. Zum Beispiel Brie, ein gereifter Gruyère und ein Stück Blauschimmelkäse. Dazu knuspriges Brot, Birnenschnitze und ein paar Baumnüsse. Lieber wenige Sorten bewusst auswählen, als das Brett bis an den Rand zu füllen. Etwas Platz zum Schneiden darf bleiben.
Das Cheese Tools Set von Printworks liegt daneben bereit. Drei Käsemesser aus rostfreiem Edelstahl begleiten unterschiedliche Käsesorten; nach dem Abend verschwinden sie wieder in ihrer buchähnlichen Box. Ein schönes Detail für Menschen, die sich beim Anrichten genauso über gutes Werkzeug freuen wie beim Kochen.
Wenn es draussen kühler wird, darf die Käseplatte dem Racletteöfeli weichen. Gschwellti, Cornichons und Silberzwiebeln stehen in kleinen Schalen, damit alle gut herankommen. Der Tisch braucht jetzt vor allem freie Fläche. Die Dekoration bleibt am Rand, die Mitte gehört dem Essen.
Beim Fondue übernimmt das Caquelon diese Rolle. Brot auf den Tisch, die Gabeln verteilen, gemeinsam eintauchen. Ob Moitié-Moitié oder die Lieblingsmischung aus der Käserei: Gerade weil der Ablauf so vertraut ist, fallen die kleinen Veränderungen auf. Eine besondere Serviette. Ein schöner Kerzenständer. Die Musik, die jemand schon beim Vorbereiten eingeschaltet hat.
Der Käse ist warm. Der Wein darf kühl bleiben.
Zu Raclette und Fondue ist ein Chasselas aus der Waadt oder ein Walliser Fendant eine klassische Wahl. Für ein Fondue Moitié-Moitié würden wir beim Chasselas bleiben; zum Raclette darf es auch ein Pinot Blanc sein. Wer lieber Rotwein trinkt, kann einen fruchtigen Pinot Noir wählen, möglichst ohne ausgeprägte Holznoten.
Bei einer gemischten Käseplatte lohnt es sich, den Wein nicht nur nach dem kräftigsten Stück auszusuchen. Stell deinen Lieblingsweisswein und einen leichten Rotwein dazu und probiert gemeinsam, welche Kombination euch am besten gefällt. Das ist oft unterhaltsamer als die Suche nach der einen perfekten Paarung.
Damit die vorgekühlte Flasche nicht ständig zurück in den Kühlschrank muss, bekommt sie ihren eigenen Platz im kywie Wine Cooler. Die Hülle aus echtem Schaffell isoliert und hilft, die Temperatur zu halten – ohne Eis auf dem Tisch. Wichtig ist nur, den Wein vorher zu kühlen: Der kywie hält kühl, er kühlt eine warme Flasche nicht aktiv herunter. Neben dem Racletteöfeli bleibt etwas Abstand, damit die Flasche nicht direkt in dessen Wärme steht.
Noch schnell die Kerzen anzünden
Bevor alle sitzen, wird das grosse Licht etwas gedimmt. Zwei Kerzen reichen oft schon, damit der Tisch anders aussieht. Zum Essen mögen wir sie ohne Duft – schliesslich sollen Käse und Wein die Hauptrolle behalten.
Die Streichhölzer «The Mountain» von Archivist Gallery dürfen gleich daneben liegen bleiben. Das Bergmotiv passt besonders schön zu einem Fondueabend: eine kleine Anspielung auf die Alpen, ohne dass der ganze Tisch nach Berghütte aussehen muss. Die Streichhölzer zünden die Kerzen an und, bei einem dafür vorgesehenen Fondue-Rechaud mit Brenner, auch die Flamme unter dem Caquelon.
Jetzt fehlt höchstens noch ein Stuhl, weil doch noch jemand mitkommt. Das Brot wird weitergereicht, ein Glas nachgeschenkt und die Frage nach den Cornichons stellt sich ein zweites Mal. Gut, dass es noch welche hat.